In der heutigen Zeit werden viele Dinge miteinander verwechselt. So auch beim Thema halal. Das Wort wird oft mit der Schächtung und koscher in Verbindungen gebracht. Zwei Begriffe, die ursprünglich von den jüdischen Speisevorschriften stammen. Das Wort „halal“ entstammt jedoch dem Arabischen und heißt übersetzt „erlaubt“. Das Gegenteil zu halal ist „haram“ und bedeutet „verboten“.

Das Konzept von halal und haram ergibt sich aus den Geboten und Verboten, die Allah im Koran festgesetzt hat, der Sunnah (Brauch) des Propheten Muhammed (Frieden und Segen sei auf Ihm) und aus den Gesetzen, die die Gelehrten aus den Geboten und Verboten ziehen. Halal und haram bilden den Rahmen, in dem Muslime ihr Leben gestalten können. Es lässt sich auf jeden Aspekt des Lebens anwenden. Unter anderem auf Zwischenmenschliche Beziehungen, Umweltaspekte, Finance & Banking, Tierschutz, aber auch Ernährung. Sowohl halal, als auch haram bilden die Grenzen des islamisch Möglichen.

Eine absolute Aussage über Dinge zu treffen, die halal sind, ist schwierig. Nun gibt es diverse Diskussionen über verschiedene Aspekte der Ernährung, wie zum Beispiel halal Fleisch, halal Restaurants, Gelatine, Lab, das Schächten, Prüfinstitute und halal Zertifizierung von Lebensmitteln. Mit diesen Fragen setzen sich Muslime tagtäglich auseinander. In den nächsten Abschnitten findet Ihr eine Einführung zum Thema halal Lebensmittel, sowie eine Übersicht zu verschiedenen Prüfinstitute und ihrer Kriterien für eine halal Zertifizierung.